Auf unseren Cacher-Reisen merken wir immer wieder: Virtual Caches üben eine
unglaubliche Anziehungskraft auf Geocacher aus. Sicher liegt das auch daran, dass die
„grandfathered“ Cache-Kategorie nicht mehr häufig verfügbar war. Nachdem Groundspeak diese Cache Kategorie in Rente geschickt hat, gab es keinen neuen virtuellen Geocaches mehr. In den letzten Jahren
konnten keine neuen Virtual Caches mehr „versteckt“ werden, daher gab es von Jahr zu
Jahr immer weniger.

Doch was genau sind eigentlich Virtual Caches und warum sind sie so beliebt?

Was sind eigentlich Virtual Caches?

Virtuelle Caches haben ähnlich wie EarthCaches keine Dose und kein übliches Logbuch. Für einige Spieler sind Virtuals und Earthcaches daher auch kein “richtiger” Cache.
Zum Loggen reicht es häufig aus, sich an eine bestimmte Position bzw. die angegebenen Koordinaten zu begeben, dort ein
Foto zu machen (Fotobeweis) und/oder eine Aufgabe zu erfüllen, die beweist, dass man dort gewesen ist. Manchmal muss dem Owner eines Virtuals noch eine Antwort per Mail geschickt werden, um Logerlaubnis zu bekommen. Wichtig dabei ist, die Antworten nicht in den Logs zu spoilern!

Ein mir sehr gut in Erinnerung gebliebener Virtual ist in Hamburg im Hafenbecken. Man war angehalten, mit einer Fähre möglichst nah an die Cache Position zu kommen und dann von
seinem GPS einen Fotobeweis zu machen, welches die Koordinaten des Virtuals möglichst exakt
anzeigt. Eine schöne Möglichkeit, Menschen eine Aussicht zu zeigen, die mit einem „normalen“ Cache nicht erlebbar wäre, weil zum Beispiel dort keine Dose platziert werden kann. So wird Geocaching auch vielfältiger.

Virtuelle Caches wurden eingeführt für den Fall, dass an einem Ort keine echte Dose platziert werden kann, so z.B. an stark „vermuggelten“ oder denkmalgeschützten Orten. Oft ist da dann nur der Fotobeweis möglich, um in den Logs zu zeigen, dass man dort gewesen ist.

Einige Orte sind eben so sensibel das die (oft auffällige) Suche nach dem Cache einfach nicht möglich ist. Ein Foto machen fällt dagegen kaum auf.
Virtual Caches können heute eigentlich nicht neu angelegt werden und führen seit 2005
ein „Rentner-Dasein“ auf der Geocaching Plattform. Seit dieser Zeit können (bis auf die unten
beschriebene Ausnahme) keine neuen mehr platziert werden. Es gibt nur noch wenige davon. Trotzdem ist es für jeden Geocaching Spieler möglich, den kleinen Cache Geist in sein eigenes Profil zu bekommen.

Warum sind Virtual Caches so beliebt?

Es gibt eine ganze Reihe Geocacher, die sehr auf ihre Geocaching Statistik bedacht sind. Cacher setzen sich immer neue
Ziele und eine Challenge nach der anderen wird erfüllt. Neben der eigentlichen Suche hat diese sportliche Komponente im Spiel durchaus ihren Reiz. Es gibt eine Seite, die für verschiedene im Spiel erreichte Ziele virtuelle Geocaching Badges bzw. Auszeichnungen vergibt. Diese nennt sich badgegen.com.

Die Badges für das Finden verschiedener Cache-Arten sind jeweils in 8 Farben eingeteilt.
Es geht von Bronze über Silber, Gold, Platin, Rubin, Saphir, Smaragd bis hin zu Diamant.
Die Diamant-Stufe ist natürlich jeweils die am schwersten erreichbare Stufe.

So braucht man für die Diamant-Stufe in der Kategorie „Traditional Cache“ über 15.000
gefundene Tradis! Ganz schön viel Arbeit für die Cacher.

Die Diamant Stufe in der Kategorie „Virtual Cache“ kann dagegen schon mit mehr als 180 geloggten Virtual Caches erreicht werden.

Was sind „virtual Rewards“?

2017 hat Groundspeak entschieden, einigen sehr aktiven und versierten Geocachern eine
kleine Belohnung zukommen zu lassen. 4000 Geocacher wurden von Groundspeak mittels eines geheimen
Algorithmus ausgewählt und bekamen die Möglichkeit, einen neuen Virtual Cache
anzulegen. Daher kann sich die Geocaching-Community über etwa 4000 neue Virtual
Caches freuen. Somit hat sich die absolute Anzahl der virtuellen Caches auf Geocaching nahezu verdoppelt. Die entsprechenden Owner werden sich sehr über diese Ehrung freuen, können sie doch so auch ihrer Versteck Statistik Virtuals hinzufügen.

Die neuen Virtual Caches werden sich auf 63 Länder verteilen. Das sind die Länder, in
denen es mindestens 100 Geocaches gibt. Somalia und Nord-Korea gehen daher leer aus
🙂

Allein in Deutschland wird es vermutlich etwa 700 neue Virtual Caches geben.
Auf unseren Reisen legen wir bei der Planung natürlich besonders viel Wert darauf, auch
diese spezielle Geocache-Kategorie so oft wie möglich zu besuchen. Die Suche nach Virtuals ist schon immer eine Besonderheit. So wurden nach unserer letzten Cacher-Reise in die USA über 20 Virtual Caches geloggt! Einige Teilnehmer dürften so dem Ziel der „Diamond Badge“deutlich näher gekommen sein!

MEHR LESEN ÜBER: "Geocaching"

KOMMENTARE