Südostasien ist ein aufstrebender Teil der Welt. Länder wie Singapur und Thailand locken
auch viele Ausländer an, die dort ein Leben als „digitale Nomaden“ führen. Die
Bedingungen sind ideal: niedrige Lebenshaltungskosten, meist fantastisches Wetter,
überall gute Netzabdeckung und vor allem natürlich extrem freundliche Menschen.
Auch für Geocacher bietet Südostasien viel. Heute soll es speziell um Thailand gehen,
ganz konkret um den Norden des Landes rund um Chiang Mai.

Mit Geocaching die schönsten Ecken entdecken

Chiang Mai ist eine Stadt im Norden von Thailand. Sie hat fast 140.000 Einwohner und
wird auf Grund der landschaftlichen Schönheit auch „Rose des Nordens“ genannt – zu
Recht.

In und um Chiang Mai gibt es aktuell ca. 100 Geocaches zu finden. Viele davon sind von
in Chiang Mai lebenden Ausländern versteckt wurden. Einige der Owner habe ich auf
einem Geocaching Event kennengelernt. Sie berichteten mir, dass das Spiel hier gerade
noch in den Anfängen steckt. Vor nicht all zu langer Zeit wurden die Regeln übersetzt.
Viele einheimische Spieler haben aber noch nicht verstanden, dass die Geocaches vor Ort
bleiben müssen. So sind relativ häufig Dosen weg und müssen ersetzt werden.

Was in der Umgebung aber auffällt ist, dass die Geocaches durchaus von erfahrenen
Spielern versteckt wurden. Das merkt man der Größe, an der Art der Verstecke und an
Vermeidung solcher Anfängerfehler wie „Tüten um die Dose“.

Um die Geocaches zu erkunden, ist ein Moped das Mittel der Wahl. Dabei ist zu beachten,
dass hier Linksverkehr herrscht!

Der erste von mir vor Ort besucht Geocache ist ein

TB Hotel Die Dose war auch unerwartet groß und sogar mit
Zahlenschloss gesichert. Ein kleines Video zum Cache könnt ihr hier sehen:

Video

Chiang Mai bietet aber nicht nur schöne Geocaches sondern auch ein buntes Nachtleben.
An meinem ersten Abend dort ging es zu einem Blütenfest in die Altstadt. Es fällt mir
schwer, alle Sinneseindrücke zu beschreiben. Alles war unglaublich bunt, überall
Menschen, die unentwegt Selfies machten, Bonsai- und Kakteenausstellung, ein Stand am
nächsten. Feilgeboten wurden thailändische Spezialitäten, alles sehr lecker! Erstmalig
heute frittierte Fischhaut gegessen, ebenso festes, süßes Eigelb. Klingt seltsam, schmeckt
aber ausgezeichnet! Einen Cache habe ich auch noch
gefunden, diesmal an einer schön beleuchteten Brücke, ziemlich tricky versteckt.

Durch Geocaching ist es wirklich möglich, sämtliche touristische Highlights in und um die
Stadt kennenzulernen. Mein Gastgeber gab mir natürlich Tipps für Ausflugsziele (Museen,
Tempel, Natur, …). An wirklich jedem der empfohlenen Ziele gab es dann tatsächlich auch
einen Geocache zu finden!

Den Horizont erweitern

Im Idealfall dient ein Aufenthalt in einem fremden Land nicht nur dazu, neue Caches zu
finden und Länderpunkte sowie Souvenirs abzugreifen, sondern auch dazu, den eigenen
Horizont zu erweitern und neue Erfahrungen zu machen. Mir war es so zum Beispiel ein
Anliegen, mal auf einem Elefanten zu reiten! Unweit von Chiang Mai gibt es dazu eine
Gelegenheit. Elefanten wurden früher in Thailand als Arbeits- und Lasttiere gehalten.
Heute ist diese Praxis nur noch selten anzutreffen. Es gibt aber eine ganze Reihe von
Elefanten in Rente. Damit diese gut gepflegt werden können, ist ein erheblicher finanzieller
Aufwand notwendig. Daher gibt es einige Farmen, wo Touristen die Begegnung mit den
imposanten Tieren ermöglicht wird. So erwirtschaften sich die nötigen Gelder zur Pflege
der Elefanten.

Unterwegs von Chiang Mai zur Elefantenfarm bietet sich ein Halt an einem Geocache an,
nämlich bei „99/2“. Dieser ist relativ groß. Beim Öffnen solltest
Du aber vorsichtig sein, mitunter gibt es Schlangen, die den Cache als Behausung nutzen.

Auch beim Elefantencamp gab es natürlich einen Cache.
Auch hier zeigt sich, dass das Hobby als Touristguide gut geeignet ist. Vor Ort war ich
erstaunt, dass viele Elefanten frei rumliefen! Einige spielten sogar Fußball. Bei einem
Rundgang über das Gelände kann man auch das Dorf der Schlümpfe entdecken.

Wer sich traut, sollte unbedingt einen Ritt auf dem Elefanten versuchen. Es ist ein sehr
seltsames Gefühl, sich auf den Hals des größten Landsäugetiers zu setzen. Man sitzt
relativ weit vorne, unmittelbar hinter den Ohren. Das Tier bewegt sich ausgesprochen
sachte. Einmalig! Hier ein kleines Video dazu.

Geheimtipp: die schönsten Caches

Auf dem Weg hoch zum Doi Suthep, einem der 3 wichtigsten Tempel in Thailand, lohnt es
sich, ein paar mal anzuhalten! Kurz vor dem Tempel gibt es nämlich diesen
wunderschönen Cache zu sehen. Der hat mir ehrlich gesagt
noch besser gefallen als der Tempel selbst. Aber der ist natürlich auch beeindruckend!
Allein der Aufstieg über einige hundert Stufen macht sprachlos.

Für den Rückweg packst Du Dir am Besten ein Handtuch und eine Badehose ein. Denn
da oben gibt es einen weiteren Cache und der ist ein absolutes Highlight! Er hieß HuayKaew Waterfall und wie der Name vermuten lässt, war auch
ein solcher in der Nähe. Hier kann man super von den kleinen Klippen in sehr sauberes
und erfrischendes Wasser springen. Viele Touristen verirren sich nicht hierher so dass
man relativ ungestört sein kann!

Noch mehr Länderpunkte!

Wer in Thailand ist und mehr Länderpunkte abstauben will, hat hier eine Vielzahl an
Möglichkeiten. Der Weg nach Myanmar und Laos ist nicht weit, aber auch Vietnam und
Kambodscha sind gut erreichbar. Mit etwas mehr Zeit lässt sich gut auch Malaysia,
Singapur und Indonesien erreichen. Jedes Land für sich ist natürlich eine eigene Reise
wert. Und geht es aber auch um Länderpunkte, daher ist eine Mischung aus Sightseeing
und „effektivem“ Geocaching für uns das Mittel der Wahl.

Wenn Dir das auch so geht und Du gerne mit Gleichgesinnten unterwegs sein willst, dann
schau Dir unsere nächsten Cacher-Reisen an. Mit der Eintragung in die Warteliste
verpasst Du außerdem keine Reisen mehr und erfährst davon früher als alle anderen.

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