So kommst Du zu einem der berühmtesten Lost Places der
Welt!

Wer Südostasien erkunden will, der kann dies wirklich gut von Thailand aus tun. So ist es
auch nur ein Katzensprung nach Kambodscha. Die Distanz ist überschaubar, es gibt
täglich Flüge zu recht geringen Preisen und auch die Visa-Bestimmungen sind flexibel vor
Ort umzusetzen. Das „Visa on Arrival“ hatte ich nach 30 min. und für 30 US-Dollar. Selbst
dann, wenn man kein Foto dabei hat, bekommt man ein Visum (allerdings für 4 Dollar
Aufpreis).

Wer allein unterwegs ist, findet in Siam Riep eine ganze Reihe von günstigen und guten
AirBnB Angeboten. Ich nutzte diese Gelegenheit auch und hatte einen echten
Glückstreffer gelandet! Mein Host ist so nett und gut ausgestattet, besser geht es kaum.
Wer selber mal in der Gegend ist, sollte unbedingt bei Chhorda einchecken! Im Service
enthalten: Abholung vom Airport, Fahrrad, Moped, Bananen auf dem Zimmer, Ausflug ins
örtliche Nachtleben, tolle Unterhaltungen, … Echt ein super Typ und ein sehr sauberes
Zimmer! Die Fahrt vom Flughafen war etwas Besonderes. Tuk-tuks sieht man hier oft, ich
saß bisher aber noch nie in einem. Der Fahrer erwartete mich mit Schild am Airport und er
war sehr freundlich. Die Fahrt war spannend, man sieht so sehr viel von der Umgebung
und muss ja nicht selber auf den Verkehr achten. Die meisten privaten Anbieter haben
diesen Service auch, ebenso die zahlreichen Hotels vor Ort.

Am Abend bin ich mit dem Rad nach Downtown gefahren und habe mich an den drei
vorhandenen Caches versucht. Zwei davon habe ich „gefunden“ (sie wurden mir
angereicht), den dritten leider nicht. Scheinbar halten versteckte Caches hier nicht so
lange, aber das Personal bei den beiden Hotels wusste umfänglich Bescheid. Dann habe
ich mir die Füße sauber machen lassen von einigen Fischen. Das fühlt sich sehr seltsam
an, wird jedoch schnell zu einem angenehmen Erlebnis. Die entsprechenden Stände sieht
man häufig in der Stadt.

Am nächsten Morgen bin ich sehr früh aufgestanden, um möglichst ohne die
Touristenscharen an den Tempeln anzukommen. Das hat auch gut geklappt! Zunächst
musste ich mir jedoch ein Ticket kaufen. Die sind ziemlich teuer geworden. Jedes Jahr
werden die Preise angehoben. Aktuell (2017) Für ein Eintages-Ticket legt man 37 $ auf
den Tisch, für drei Tage 62 $ und für das Wochenticket 72,- $. Das ist relativ viel, wenn
man bedenkt, was es in Asien sonst so dafür zu kaufen gibt. Aber es lohnt sich auch. Die
Tempel sind so großartig! Mit dem Ticket in der Tasche konnte ich so also ab 7 Uhr die
Tempel betreten und noch in relativer Ruhe besichtigen. Ich kam den ganzen Tag nicht
mehr aus dem Stauen raus. Es ist einfach unfassbar, was Menschen hier vor vielen
hundert Jahren vollbracht haben. Noch erstaunlicher ist, wie die Natur sich das wieder
zurück erobert. Die Kombination von uralten Mauern und riesigen Bäumen, die auf, um,
unter diesen wachsen ist einmalig. Ich konnte mich kaum sattsehen daran!

Geocaching auf den Spuren von Lara Croft

Phnom Bakheng, Bayon, Ta Prohm, Angkor Wat – klingelt da was? Das sind die Tempel, die als
Kulissen für den Film „Lara Croft: Tomb Raider“ gedient haben. Dem ein oder anderen dürften
einige Eindrücke vor Ort daher bekannt vorkommen. Wer die Szenen aus dem Film nachstellen
will, der sollte auf jeden Fall den Cache „Tomb Raider: the Sequel“ (https://coord.info/GC3Q9VP)
absolvieren. Bitte aber ohne Waffen!

Die 9 Caches in der Gegend sind so oder so eine gute Richtschnur für eine Tempel
Erkundungstour. Auch hier zeigt sich mal wieder, dass Geocaching gut die Funktion eines
Reiseführers übernehmen kann. Durch das Spiel und die Geocaches bin ich definitiv an den
relevantesten Orten gewesen und habe einen guten Überblick gewonnen. Ich bin die Geocaches
mit dem Fahrrad abgefahren und so ganz schön herum gekommen. Die Tuk Tuk Fahrer vor Ort
bieten aber auch Touren an. So ist für jede Konstitution eine Besichtigung gut möglich.
In den Anlagen selbst kann man sich ziemlich frei bewegen. Zwar sind hier und da Schilder
aufgestellt und es gibt auch Aufsichtspersonal aber vieles ist nicht reglementiert. Ich habe teilweise
abseits der Rundwege gesucht und war da lange Zeit allein unterwegs. Ich kenne bisher kein
vergleichbares Weltkulturerbe, in dem man sich so ungestört umschauen kann.

Um die Verpflegung vor Ort braucht man sich keine Gedanken zu machen. Überall gibt es
geschäftstüchtige Frauen und Mädchen, die einem Obst, Getränke und Souvenirs andrehen
wollen. Beim Obst habe ich oft zugegriffen! Aber bitte nie das Handeln vergessen. Grundsätzlich
wird alles für einen Dollar angeboten. Einheimische zahlen natürlich nur einen Bruchteil davon. Mit
etwas Feilschen kommen aber auch Ausländer auf günstigere Preise.

Spannendes Nachtleben in Siam Riep!

Mein Gastgeber hat mich auf den örtlichen Markt gebracht und mir kambodschanisches Essen
näher gebracht. Wer mutig ist, kann hier so ziemlich alles probieren: Insekten, Fischpaste, gegrillte
Mehlwürmer, Heuschrecken, ganze Frösche (sorry, „Signal the Frog“)! Nach der ersten
Überwindung ist das alles auch erstaunlich lecker. Zu einer Spezialität konnte ich mich jedoch
nicht durchringen: Eier mit Kücken darin gelten hier als Delikatesse. Ich musste passen.
Es empfiehlt sich, mit einem Einheimischen auf den Nachtmarkt zu gehen. Auch hier kostet für
Ausländer natürlich alles einen Dollar. Wer sich jedoch mit seinem Tuk Tuk Fahrer oder AirBnB
Gastgeber angefreundet hat, bekommt hier alles sehr günstig. Wir haben zu zweit etwa 3,25 $
gezahlt, inkl. Getränke!

Definitiv eines der eindrucksvollsten Geocaching Abenteuer, die Asien zu bieten hat!

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