der unheimliche Fund

Passend zur Jahreszeit hat die Ownerin Steffisburg wieder ein Geschenk in Form eines längeren Multis an die Cachergemeinde gemacht.

Wir haben diesen Multi gespielt, für gut befunden und wollen ihn Euch gerne vorstellen. Dabei wird es schwierig sein, nicht zu spoilern, aber Lösungen werden wir Euch nicht verraten. Wenn Ihr den Cache machen mögt, ohne zu gut vorbereitet zu sein und bereits von den 10 spannenden Rätseln zu wissen, dann endet bitte HIER mit dem Weiterlesen.

Falls Ihr neugierig geworden seid, dann lest weiter! Die Treppchen sind vergeben, wir möchten Euch neugierig machen und dazu anregen, wenn Ihr in der Gegend seid – es soll hier einige hoch dekorierte Caches geben – dann auch mal auf einen schönen Spaziergang vorbei zu schauen.

Grenze

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Ab hier herrscht Spoilergefahr!

Der unheimliche Fund

Man schlüpft bei GC8H5BQ als Geocacher in die Rolle der GEOP, was witzig für Giggeligen-Einhäuser-Orts-Polizisten heißt. Giggelig, denn der nahe gelegene Ort Einhausen hat es mit Hähnen/Giggeln als Maskottchen/Ortstier/Wahrzeichen. In diesem Zusammenhang sei Euch der Virtual „Giggel…. Überall!“ der gleichen Ownerin empfohlen (GC7B7QB):

Als jener besagter Polizist ist man in der Story also unterwegs. Es soll im Wald von Einhausen ein unheimlicher Fund gemacht worden sein. Was gefunden wurde, vermutet man als Polizist natürlich bereits, wird aber hier nicht verraten.

Wegführung

Man macht sich direkt am angegebenen Parkplatz auf den Weg zu den 10 Stationen des Caches und dem anschließenden Final. Laut Listing handelt es sich um einen Weg von 5 km, für den man 2,5 Stunden einplanen muss. Und wir haben diese 2,5 Stunden auch genau gebraucht – mit einem kleinen Rechenfehler, dafür aber schnellen Schrittes gegen Ende der Tour, damit wir auch vor der Dämmerung noch am Auto ankommen.

Im Listing heißt es, dass es befestigte Wege sind, die aber auch mal schlammig sein können. Und genauso war es bei uns auch. Die Schuhe müssen in die Waschmaschine, aber wir lieben ja unsere Outdoorsportart….

Attribute

Die Attribute verbieten dem lesenden Cacher, diesen Cache bei Nacht anzugehen, er soll unter 10 km lang sein, aber auch Dornen und Insekten sind angegeben. Die Attributsauswahl scheint sehr gezielt gesetzt worden zu sein. Insbesondere auf das Verlasen des Waldes bei Einbruch der Dämmerung, auf NICHT 24/7, wird man deutlich hingewiesen. Und das zu Recht!

Dämmerung und Wildschweine

Wir sind zwischen 14 und 14.30 Uhr im Winter gestartet und kamen gerade noch vor der Dämmerung wieder am Auto an. Es wird hier im Wald verdammt schnell dunkel, wenn die Sonne mal weg ist – und frisch wird es dann auch.

Kurz vor der Station 5 begegneten wir einer größeren Gruppe Wildschweine. Nur unweit des Weges schreckten sie von uns auf, liefen im Kreis und rannten dann schnell davon. Keine Sekunde Angst hatten wir, aber es zeigt, dass wir hier einen Lebensraum anderer Lebewesen betreten. Es gibt sie wirklich! Unser Hund war jederzeit angeleint und spätestens hier kurz vor Station 5 waren wir uach sehr froh darüber. Er hätte spielen wollen. Wie gesagt: es gibt sie, sie sind da. Das ist nicht schlimm und nicht gefährlich für uns, aber Hunde mit einem kleinen Jagdtrieb…… Leint die Hunde an!

Stationen

Der Cache kommt mit 10 Stationen + Final als längerer Multi rüber. Die 5-Km-Angabe im Listing erscheint uns sehr realistisch, wir haben zwar nicht nachgemessen, aber laut Schrittanzeiger kommt das gut hin. Zwischen den Stationen liegen i.d.R. zwischen 280 und 400 m.

In jeder Dose findet sich ein Anleitungszettel, die uns auch gut in der Story hält. Wir werden als GEOP angesprochen und ein bißchen zur Situation wird erzählt. Dann kommt das Rätsel, das meist weitere Zettel in der Dose ausmacht. Alle ordentlich laminiert, so dass wir überzeugt sind, dass der Cache sich etwas halten wird.

An Station 1 erhalten wir Aktennotizen zum blitzschnellen kombinieren. Raus kommt beim Rätsel nicht einfach eine Zahl, sondern ein ganzer Satz, was uns ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Die einzelnen Stationen sind ordentlich als Wegpunkte angelegt, dabei immer eine Berechnung, die mit dem Buchstaben/der Zahl agiert, die man an der jeweiligen Station erhält. Erst zur Finalberechnung benötigt man diese Zahlen dann wieder.

Weiter geht es zur Station 2, wo wir einen Schlüsselbund finden. Also, beabsichtigt finden. Man erhält wieder eine Anleitung, auch genau, wie man mit den Zahlen, die man finden kann, umzugehen hat. Diese Station hat uns von der Idee sehr gut gefallen, das muss man nämlich auch erst mal als Material haben….

Schon jetzt begeistert von der Machart dieses Caches ging es weiter zu Station 3. Wir haben den Cache am 2. Tag nach Publish besucht. Wenn man den bisherigen Logs und Gesprächen glaubt, dann war dies die Station, die den meisten leichte Schweirigkeiten machte. Ich sage bewußt LEICHTE Schwierigkeiten, denn nach etwas nachdenken, kommt man dahinter. Und das Gute: man weiß sofort, dass man falsch ist, wenn die erste Idee nicht so funktioniert. Hier an der Station ist etwas optische Gabe gefordert. Da muss so etwas in der Art wie gepuzzelt werden, aber auch genaues Lesen hilft. Und wie immer ist weniger mehr….. Wir wollten auch ALLE Hinweise beachten, bis wir merkten, dass wir damit nicht weiter kommen. Also auf das Wesentliche konzentriert und schon hatten wir die Zahl ermittelt, die wir für den nächsten Wegpunkt brauchten.

Hier an dieser Station kann man ein weiteres Talent der Ownerin erleben: das Zeichnen/Malen. Sehr schön selbst gestaltete Station, die ohne vorgefertigte Bilder von pixabay oder shutterstock auskommt. Richtig liebevoll gemacht!

Weiter ging es dann zur Station 4. Hier geht es darum, den Zeugen, den wir ja bei Station 3 gefunden haben, nach dem möglichen Tatort zu befragen. Wir erhalten wirre aussagen und sollen zwei Zahlen ermitteln….. Dank der guten Anleitung und vorgefertigten Materialien finden wir die Zahlen schnell heraus. Dann kam unser „Schusselfelhler“, denn wer Lesen kann ist klar im Vorteil…. Wir haben nicht bis zu Ende gelesen und sind mit den Zahlen falsch umgegangen. Das brachte uns einen kleinen (wirklich klein) Umweg. Da wir vor Ort nicht fündig wurden, schauten wir noch mal auf die Fotos und entdeckten unseren Fehler schnell.

Nachdem wir unseren Hund Paul davon überzeugt hatten, dass er keinen Wildschweinbraten braucht, ging es direkt zu Station 5.

Mit dem dort vorgefundenen Anruf vom Chef kann wohl fast jeder Cacher umgehen. Es ist also nicht die Schwierigkeit, die Rätsel zu lösen, die den Cache ausmachen. Es sind die liebevollen Details. Denn statt auf meinem Smartphone eine entsprechende App mit entsprechender Tabelle öffnen zu müssen, finde ich hier ein Hilfsmittel in der Dose. Wir beruhigen den Chef der GEOP, rechnen kurz und schon haben wir die Koordinaten für Station 6.

Die Erklärungskarte von Station 6 schreibt von einem „Spezialgelagerten Sonderfall“ – und das Gefühl hatten wir auch. Was das Thema jetzt hier suchte, war uns erst mal nicht so ganz klar. Die Aufgabenstellung war klar und selbst für mich – als Person die mit dem Thema so gar nix anfangen kann – war die Lösung nicht super schwierig. Nur bei einer Zahl hätte ich vielleicht doch mal Tante Google bemühen müssen, aber man ist ja auch nicht alleine unterwegs…..

Mit der nächsten Station ging es wieder flüssig in der Story weiter. Einen Zeugen hatten wir ja schon gefunden, eigentlich suchten wir den mysteriösen Fundplatz, aber zunächst wollten wir mal den Täter ermitteln. Mit einer wunderschönen Variante eines Sudoku lies sich der Täter schnell ermitteln – und damit die benötigte Zahl für die nächste Station.

Station 8 war dann eine leicht technisch angehauchte Station, die aber ohne jegliche Vorkenntnisse zu bewerkstelligen ist. Da ja auch mal die Batterie leer sein könnte oder es sonstige technische Schwierigkeiten geben könnte, hat die Ownerin einen verschlüsselten Hinweis in der Dose eingelegt, so dass man auf jeden Fall weiter spielen kann. Wie gesagt, kein schwieriges Rätsel, aber schön verpackt war auch diese technische Station in die Story.

Und schon standen wir an Station 9. Hier findet man auch ein Hilfsmittel, muss etwas ablesen, eintragen und ein Muster erkennen. Erst mal waren wir blind und erkannten vor lauter Bäumen den Wald nicht. Aber nach einer Sekunde genaueren Hinschauens war klar, wo es für uns zum Prefinal, der Station 10 gehen sollte.

Da wir mit mehreren Gruppen am Tag unterwegs waren – wie gesagt, das Publish war gestern -, wurden wir bei Station 10 schon begrüßt, dass unser Hund sicher begeistert sein würde. Er war, ganz ehrlich, uninteressiert an dem Fundort. Wir dafür um so mehr. Wir hatten den Fundort gefunden!!!!

Mehr wollen wir zum Prefinal nicht verraten – das ist so süß gemacht, das muss man genießen. Auch hier: einfache Mathematik reichte, um die letzte Zahl zu ermitteln und mit allen Zahlen ging es dann zum Final.

Dort drückten wir unseren Stempel in das Logbuch, schossen noch das ein oder andere Foto und fanden nach wenigen Metern bei einbrechender Dämmerung unser Auto auf dem Parkplatz.

Kurzer Smaltalk mit anderen Geocachern und schon fuhren wir mit einem breiten Grinsen im Gesicht in Richtung Rheinbrücke.

Old school

Wie von der Ownerin erwartet besticht der Cache nicht mit technischem Schnick-Schnack, sondern mit der guten Story. Und mit Mitteln, die wir unter „old school“ verstehen. Es macht (uns) großen Spaß, gemütlich durch den Wald zu laufen, an jeder Station ein klares, lösbares Rätsel zu finden und ohne Fragezeichen in den Augen den weiteren Weg zu finden.

Im Listing wird man darauf hingewiesen, Stift und Zettel dabei zu haben. Brav, wie wir sind, hatten wir es dabei und nutzten es auch. Aber im Zeitalter der Smartphones könnte man die Zahlen auch dort notieren.

Unter den Hinweisen im Listing findet man zu jeder Station und zum Final einen Hint, der sich auf das Versteck bezieht. Zumindest mit diesen Hints ist das auffinden der Dosen an jeder Stelle gut möglich. Sie sind fair versteckt, man kann mit den Augen erkennen, wo ein Versteck sein könnte und hat dann auch die Dose in der Hand.

Wir haben den Cache mit 2 Smartphones gespielt, was die Eingabe der bereits von der Ownerin anglegten Wegpunkte leicht machte. Manchmal berichten uns die Nutzer anderer technischer Geräte, dass es unpraktisch sei, wenn die Formeln in den Wegpunkten genannt werden. Für uns war dies sehr praktisch und wir konnten jeden Wegpunkt mit einer Koordinate ergänzen.

Fazit: Den Multi „Der unheimliche Fund“ (GC8H5BQ) sollte man durchaus in der eigenen To-Do-Liste aufnehmen. Eine weite Anreise quer durch Deutschland ist vielleicht nicht notwendig, aber wenn man hier in der Gegend ist (und das kann bei Cachern ja schon mal vorkommen….), dann sollte man ihn nicht verpassen. Unser Fazit ist: MACHEN!

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