Heute, am 4. Januar wird weltweit der Braille Day gefeiert.

Woher kommt der Name?

Ganz typisch kommt der Name der Braille-Schrift von einem Herrn Braille. Der Franzose Louis Braille lebte von 1809 – 1852.

Geschichte

Louis Braille verletzte sich mit 4 Jahren in der väterlichen Werkstatt so am Auge, dass er völlig blind wurde. Mit 16 Jahren erfand er ein eigenes Schriftsystem, mit dem sich Buchstaben durch eine Kombination von 6 Punkten darstellen ließen.

Man muss zugeben, dass der französische Hauptmann Charles Barbier schon eine Nachtschrift erfunden hatte, die mit ertastbaren Punkten arbeitete.

Die Einführung der Braille-Schrift ermöglichte vielen Blinden den Zugang zu Bildung. Dies hatte zur Folge, dass auch blinde oder sehbeeinträchtigte Menschen nun in höheren Berufen zu finden waren.

Weniger als 50 Jahre nach der Erfindung wurden die ersten Blindenvereine gegründet und es folgten zahlreiche Bibliotheken und Brailleschriftdruckereien. Da nicht jeder eine solche Bücherei in seinem Heimatort hat, können die Bücher per Fernleihe ausgeliehen werden.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Regelung geschaffen, dass die doch umfangreichen Bücher in Blindenschrift kostenfrei verschickt werden können. Für den Erhalt dieser Regelung müssen Blindenvereine immer wieder kämpfen.

Wie funktioniert diese Schrift

Die Grundform dieser Schrift basiert auf sechs Punkten, die in zwei senkrechten Reihen mit jeweils drei Punkten nebeneinander angeordnet und ertastbar sind.

Braille

Links oben ist Punkt 1, darunter Punkt 2, darunter Punkt 3. Rechts oben ist Punkt 4, darunter 5 und unten rechts ist Punkt 6. So werden 63 Punktekombintationen möglich. Es gibt nicht jeden Buchstaben in groß und klein, viel mehr ist es eigentlich eine Schrift in Kleinschreibung, ein Hilfszeichen vor dem Buchstaben kann anzeigen, dass der folgende Buchstabe groß geschrieben wird.

Ganz ähnlich ist es dann mit Zahlen. Für die Ziffern 1 – 10 werden die Buchstaben a – j verwendet. Vor die jeweilige Ziffer kommt das Zahlenzeichen, dass man weiß,dass nun eine Ziffer und kein Buchstabe folgt.

Eine tolle Erklärung gibt es auch bei youtube: https://youtu.be/fU0vmOUlswM

Was hat Braille mit Geocaching zu tun?

Louis Braille würde sich sicher wundern, wenn er wüßte, dass ca. 200 Jahre nach seinem Unfall die Menschen, speziell die Geocacher, seine entwickelte Schriftart für Rätsel nutzen. Nicht selten kommt Braille als Rätselform bei Mysteries oder auch an Stationen bei Multis vor. Da gibt es Plättchen, die mit Löchern gestanzt werden, Puzzle oder auch einfach Texte. Es gibt Boxen, in denen wir Geocacher die Punkte ertasten müssen und nicht immer ist es ganz offensichtlich, dass es sich um Braille-Schrift handelt.

Hat man dies erst einmal erkannt, gibt es zahlreiche Tools und Apps, die eine Übersetzungshilfe anbieten.

Wieso ein Welt-Braille-Tag

Die Weltblindenunion hat ein Interesse an diesem Aktionstag. Dieser soll auf die zentrale Bedeutung der Brailleschrift für blinde und stark sehbehinderte Menschen hinweisen.

In diesem Sinne: Euch allen einen tollen World Braille Day. Egal, wo auf der Welt Ihr diesen Anlass auch feiert. Für uns von Cacher-Reisen geht es heute gerade mit dem Flieger nach Jordanien. Wir haben einige Tage in Jordanien und Israel, u.a. wollen wir zu dem am tiefsten gelistetsten Cache der Welt, in die Felsenstadt Petra zu zwei Virtual und auch den Länderpunkt Israel wollen wir in Eilat holen.

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